Für alle Freunde des Extrem-Kiting bieten die DFS einen besonderen Leckerbissen:  
Das Helikopter-Kiting Team Ana, Prilj, Oke aus Finnland macht am 1.4.98 im Rahmen seiner Europa-Tournee zum zweitenmal Station im Sauerland, diesmal am Sportplatz in Brilon- Scharfenberg.
Nach Heli-Skiing erfreut sich Heli-Kiting wachsender Popularität in Nordeuropa, die skandinavischen Meisterschaften am 11.11.97 waren  d a s  Medienereignis.  
Beim Heli-Kiting werden die Kriterien des herkömmlichen Lenkdrachenfliegens buchstäblich auf den Kopf gestellt, Flugfiguren haben absolut keinen Stellenwert und könnten aufgrund der physikalischen Besonderheiten auch gar nicht geflogen werden. Heli-Kiting ist vielmehr eine Art Zweikampf, vergleichbar mit einem Rodeo. Der Helikopterpilot in der Rolle des "Bullen" versucht den Drachen "abzuwerfen" bzw. zum Absturz zu bringen, während der Kiter in der Rolle des "Reiters" versucht, so lange wie möglich oben zu bleiben.  
Der Helikopter steht in 55 - 60 m Höhe direkt über dem Drachenpiloten, das herkömmlich bekannte Windfenster verlagert sich dadurch senkrecht nach oben und wird bedeutend kleiner, durch die enorme Sogwirkung der Rotorblätter allerdings auch bedeutend druckvoller. Diese Besonderheit des Windfensters, beim Heli-Kiting "Suck-Channel" genannt, erfordert höchste Konzentration sowohl vom kiter als auch vom Helikopterpiloten. Dieser muß nämlich durch sensible Veränderung des Anstellwinkels der Rotorblätter das Flugverhalten des Drachens beeinflussen bzw. diesen durch Umkehren des "Suck-Channels" in den "Press-Channel" zum Absturz bringen, ohne dabei den Helikopter zu destabilisieren. Der Drachenpilot muß durch geschicktes Manövrieren diesen Bemühungen entgegenwirken bzw. ausweichen, ohne dabei aus dem "Suck-Channel" herauszufliegen.  
Wegen der bereits erwähnten Richtungsverlagerung fliegt der Drachenpilot in Rückenlage, die immensen Sogkräfte erfordern sowohl die Verwendung von Lenkstange und Gurtzeug als auch eine sorgfältige Fixierung des Piloten am Boden. Die Lenkstange darf nicht mittels Panikhaken lösbar sein, der freiwerdende Drachen könnte sich im Rotor verfangen und  den Helikopter somit unweigerlich zum Absturz bringen. Da ein Abriß der Flugleinen ähnlich verheerende Folgen hätte, muß die Bruchlast derselben das 5-6 fache der normal üblichen betragen. Zum Einsatz dürfen ausschließlich stablose Drachen kommen, da ein evtl. freiwerdender Gerüststab die Durchschlagskraft eines Armbrustbolzens entwickeln würde.  
Es werden drei Durchgänge geflogen, die beiden besten werden gewertet. Die Zeit pro Durchgang wird anhand der S.N.O.B. - Tabelle in Punkte umgerechnet, die Punktzahlen dann zum Gesamtergebnis addiert.  
Heli-Kiting bietet sicherlich eine interessante Bereicherung der Szene, provoziert jedoch auch Kritik, indem z.B. der Katalysator des Helikopters, bedingt durch die beim Heli-Kiting anliegenden praxisfremden Motordrehzahlen, seine reinigende Wirkung nicht entfaltet.  
Die Veranstaltung in Brilon-Scharfenberg beginnt um 15.00 Uhr, verbindliche Anmeldung bis 30.03.98 per e-mail, Betreff: "Heli-Kiting", Teilnahmebedingung ist die Entrichtung des Startgeldes in Höhe von 98.- DM vor Ort sowie die Unterzeichnung eines Haftungsausschlusses.  
Heli-Kiting Ausrüstung (Helm, Suck-Channel-Claws, Gravitation-Belt, Backspace-Inflators sowie Stupidators und Äiprilsender) wird vom Veranstalter gestellt, der Rest ist Sache des jeweiligen Drachenpiloten. Ein gewisses Maß an Erfahrung im Umgang mit Lenkdrachen wäre dabei nützlich, ist aber nicht Bedingung, da beim Heli-Kiting ohnehin andere Gesetzmäßigkeiten zum Tragen kommen. 
Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko, der Veranstalter übernimmt 
keinerlei Haftung für eventuelle Personen- oder Sachschäden!
  
Noch Fragen? Wenn ja, dann: